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Mut zur Veränderung – Potenzial von Online Shops aktivieren

Für Agenturen ist es ein alter Hut, auch wir müssen hin und wieder mit unseren Kunden darüber diskutieren. Viele Shopbetreiber wollen nach der Einrichtung Ihres Webshops kaum mehr Veränderungen vornehmen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Dabei wird Optimierungspotenzial oft erst nach und nach erkannt und die Anforderungen verändern sich ständig mit der technischen Entwicklung. Zudem sind viele Anpassungen mit Magento recht einfach umzusetzen. Hier gilt es oftmals hartnäckig zu bleiben, um den Kunden (der bei all dem natürlich noch König bleibt ;-) ) zu seinem Glück zu zwingen. Denn schon minimale Anpassungen erzielen erstaunlich Erfolge, gerade was Usabilitiy und Conversion betrifft. Hier kann man sich das Pareto-Prinzip in Erinnerung rufen, das besagt, dass man mit 20% der Zeit bereits 80% des gewünschten Ergebnisses erhält. Dieser Effekt trifft gerade bei Webshops in großem Maße zu. So sollten sich Shopbetreiber vom Vorschlag einer Veränderung nicht abschrecken lassen, sondern an dieses Prinzip denken. Erfolge lassen sich schon mit wenig Aufwand nachweisen.

Erstaunlicherweise scheint aber allem Early Adoptern in der E-Commerce-Branche der Gedanke an Veränderungen bei ihrem Shop zuwider zu sein. Eigentlich sollte man ja gerade bei diesen Internet-Pionieren Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem vermuten, doch viele sind dem Denken verhaftet, dass der Shop ja früher auch funktioniert habe und zudem die Leute, die kaufen wollen, auch kaufen und andere sowieso nicht. Das mittlerweile so gut wie jede Branche auch im Internet von mehreren Mitbewerbern umkämpft ist, scheint bei vielen ungeachtet aller Visionen nicht angekommen zu sein.

Online Shop Umsatz steigernDabei liegt genau in solchen Veränderungen großes Potenzial. Nur mit neuen Ideen (und/oder einer extrem guten Marketing-Strategie) kann man sich positiv in umkämpften Märkten von der Konkurrenz abheben. Visionäre profitieren gerade im Netz von den Möglichkeiten, neue Ideen zu verwirklichen. Dies sollte nicht auf einen Launch/Relaunch beschränkt sein, sondern ein stetiger Gedanke zu sein. Zumal Google und Co. Dynamik in den Seiten auch entsprechend honorieren und dann die Seiten oben in den SERPs anzeigen.

Also kann man als Fazit festhalten: Stillstand = Rückschritt. Diese einfache Gleichung klingt abgedroschen, trifft aber für Online Shops mehr denn je zu. Eine Webseite ist sicher keine einmalige Investition, sondern ein dauerhafter Prozess, den man ständig im Auge behalten muss. So präsentiert auch Magento immer wieder neue und verbesserte Features, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Wir wollen dafür werben, offener für neue Ideen und Anregungen zu werden.

Um diesen Gedanken auch in unserem Blog vorzuleben, werden wir in den nächsten Monaten immer wieder  Tipps, Gedanken oder Anregungen posten, an welchen Schrauben man denn drehen kann, um mit wenig Aufwand bereits eine große Wirkung in einem Online Store zu erzielen. Eine gute Orientierung liefert einem auch das Buch „Web Design for ROI“ von Lance Loveday und Wireframe-Königin Sandra Niehaus, was uns auch einige Ideen und Anregungen für die kommenden Artikel lieferte.

The Next Step: Magento Enterprise 1.11 und Magento Community 1.6

Die Weiterentwicklung von Magento geht voran und so steht das Release von Magento Enterprise 1.11 und der Community Version 1.6 (Stable ging vor ein paar Tagen raus) auf dem Spielplan. Magento selbst hat jüngst ein paar der voraussichtlichen Änderungen angekündigt, die unter anderem Rücksendungen, Warenkorb, Import/Export und Tracking betreffen und die wir euch auch hier kurz vorstellen wollen.

Return Merchandise Authorization (RMA)

Diese Funktion soll in 1.11 komplett runderneuert dargestellt werden, um sowohl Kunden als auch Händlern einfachere Rücksendeprozesse zu ermöglichen. Individuelles Tracking nach Kunde, Produkt oder Bestellung ist möglich und lässt eine verbesserte Übersicht erhoffen. Händler können verschiedene Optionen für Retouren wählen und auch eigene Versandsysteme integrieren. Zudem besteht die Möglichkeit, Kunden je nach Rücksendestatus Informationsmails zukommen zu lassen.

Persistenter Warenkorb (Persistent Shopping Cart)

Um dem veränderten Einkaufsverhalten der aktuellen Generation entgegen zu kommen, möchte Magento das Einkaufsverhalten noch variabler machen. Mit Persistent Shopping Cart (Persistenter Warenkorb) soll es Kunden eines Magento Stores vereinfacht werden, ihren Einkauf bequem von verschiedenen, auch mobilen, Geräten durchzuführen. Somit will Magento die Frustration des Kunden nach Verlassen der Session und des Browsers vermeiden. Sobald er wieder eingeloggt ist (egal ob am gleichen Gerät oder nicht) kann er seinen Einkauf fortsetzen, unabhängig davon wie weit fortgeschritten dieser ist oder war. Dies funktioniert über einen Langzeit-Cookie, der dem eingeloggten User im Backend zugeordnet wird. Dabei wird der Zugang jedoch nur zum Warenkorb gewährt, sensiblere Daten wie Kundeninformationen oder Bankdaten sind nur über die erneute Eingabe der Zugangsdaten möglich, genau wie das Beenden des Checkout-Vorgangs.

Paypal Interface, Bestellungstracking, Import/Export

Der Einfluss des neuen Magento-Eigners eBay sind auch schon zu spüren, so wird ein neues und verbessertes Interface für die Bezahllösung PayPal angekündigt, bekanntlich ja ebenfalls eine Tochter des Auktionshauses.

Des Weiteren soll es Kunden ermöglicht werden, Bestellungen oder Rücksendungen zu tracken, ohne sich jedesmal in ihren Account einzuloggen.

Eine immer wieder spannende Frage ist der Import oder Export mit Magento. In der neuen Version soll ein zeitlich exakt getimter Import/Export entweder von lokalen Daten lokal oder per FTP mit den Features Fehlersteuerung, Statusreports und Backups hier für einen größeren Komfort sorgen.

Fazit

Die angekündigten Änderungen sollen nach eigener Aussage wieder für eine noch höhere Usability und freudige Gesichter bei Händlern und Kunden gleichermaßen sorgen. Inwieweit dies dann in die Realität umgesetzt wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Die verbesserte Rücksendeüberwachung kann vor allem für Branchen mit hohen Rücksendequoten zu einer Wohltat werden, sofern dies eine Verbesserung der derzeitigen RMA-Extension darstellt.

Gespannt sind wir aber vor allem auf die Funktionsweise des persistenten Warenkorbes und wie die Kunden diese Funktion annehmen werden. Einerseits können die verbesserten Features durchaus einen Mehrwert und eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit darstellen und es den Händlern ermöglichen, ihre Kunden noch genauer einzuteilen. Die Frage ist aber, ob die ständige Verfügbarkeit des eigenen Warenkorbs auch ohne Login nicht eher vorsichtige Kunden abschreckt, die sich um ihre Daten sorgen. Da wir mal annehmen, dass alle hier lesenden Internet-Surfer auch schon einmal eine Bestellung in einem Online Store abgeschlossen haben, freuen wir uns auch auf eure Einschätzungen zu dieser Frage. ;-)

Startschwierigkeiten PHP-CLI auf Windows mit cURL

Schon seit längerem nervt mich, dass das PHP-CLI auf meinem Windows-Rechner etwa drei Sekunden braucht, bevor es überhaupt anfängt irgendetwas zu tun:

PS C:\> measure-command { php -v }
Days              : 0
Hours             : 0
Minutes           : 0
Seconds           : 2
Milliseconds      : 844
Ticks             : 28442966
TotalDays         : 3,2920099537037E-05
TotalHours        : 0,000790082388888889
TotalMinutes      : 0,0474049433333333
TotalSeconds      : 2,8442966
TotalMilliseconds : 2844,2966

Beim letzten googlen kam irgendwie nichts brauchbares raus (wahrscheinlich hatte ich die falschen Keywords). Heute war’s wieder so lästig, dass ich einen neuen Versuch unternommen habe und siehe da: diesmal hatte ich Glück. Als Schuldige wurde von Mehreren die MySQL- und die cURL-Extension genannt. Da ich MySQL auf jeden Fall für meine Unittests brauche, habe ich erstmal nur die cURL-Extension deaktiviert, mit durchschlagendem Erfolg:

PS C:\> measure-command { php -v }
Days              : 0
Hours             : 0
Minutes           : 0
Seconds           : 0
Milliseconds      : 48
Ticks             : 485263
TotalDays         : 5,61646990740741E-07
TotalHours        : 1,34795277777778E-05
TotalMinutes      : 0,000808771666666667
TotalSeconds      : 0,0485263
TotalMilliseconds : 48,5263

Statt 2,85 Sekunden braucht PHP auf einmal nur noch 0,05 Sekunden um die Version auszugeben. Das ist ein Unterschied von Faktor 57! So, jetzt kann ich entspannt weiterarbeiten :)

Stolperfalle mit mod_rewrite und Rückreferenzierung

Vor ein paar Tagen habe ich einen Blog-Beitrag gelesen, in dem es eigentlich um base62-Kodierung ging. Die Motivation für die unübliche Kodierung war aber ein unerwartetes Verhalten von mod_rewrite, dass mir so bisher auch nicht aufgefallen war:

There’s a really horrible bug (though they won’t call it that!) in Apache’s mod_rewrite that means that urlencoded inputs in rewrites get unescaped in their transformation to output patterns. The bug actually remains unfixed, though a workaround first appeared in Apache 2.2.12 (which wasn’t all that long ago). Put it like this: if you’re not using the [B] flag in your mod_rewrite rules, your site is probably only working due to blind luck.

RewriteRules, die Rückreferenzierungen verwenden und das B-Flag nicht gesetzt haben, entfernen auch gleich die URL-Maskierung. Oder wie es im Apache-Manual steht:

[...] will map /C++ to /index.php?show=/C++. But it will also map /C%2b%2b to /index.php?show=/C++, because the %2b has been unescaped. With the B flag, it will instead map to /index.php?show=/C%2b%2b.

Diese Verhalten kann einem im Zusammenhang mit verschlüsselten oder kodierten Werten in der URL ganz schön in die Suppe spucken. Mir fällt gerade auch kein Fall ein, wo ich dieses Verhalten als sinnvoll oder nützlich empfinden würde. Daher werde ich in Zukunft alle RewriteRules mit Rückreferenzierungen prophylaktisch mit dem B-Flag ausstatten.

Update (18.08.2011):

Ok, es gibt doch einen sinnvollen Anwendungsfall, weil das B-Flag sich nicht darum kümmert, ob die Eingabe kodiert war oder nicht. Im Apache-Manual wird folgende Regel als Beispiel genommen:

RewriteRule ^(/.*)$ /index.php?show=$1

In diesem Beispiel funktioniert alles und das B-Flag ist super, weil die Rückreferenzierung in den Query-String kommt und daher auf jeden Fall escaped werden muss. Wenn mann aber auf einen Pfad rewriten will, wie mit dieser Regel

RewriteRule ^(.*)$ /de/$1

kommmt einem das B-Flag in die Quere, weil es aus index.php ein /de/index%252ephp macht. Solange man entweder in den Query-String oder auf den Pfad rewriten will, ist alles kein Problem: Bei Query-String das B-Flag verwenden, ansonsten nicht. Aber wenn man sowohl in den Query-String als auch den Pfad mit Rückreferenzierungen verändern will wird das Ganze kompliziert.

Flagbit launcht HADAKI Online Shop

In Zusammenarbeit mit der Schweizer Agentur  Trend Distribution AG hat Flagbit den Magento Online Shop des Taschenherstellers HADAKI für die Schweiz realisiert. Die graphische Umsetzung nahm die ebenfalls im Eidgenossenstaat beheimatete Agentur Ground15 vor. Die aus New Orleans stammende Marke HADAKI ist bekannt für seine außergewöhnlichen und kreativen Taschenkreationen, die oftmals durch ihre Farbpracht hervorstechen.

Startseite www.hadaki.ch

Startseite des neuen Hadaki Online Shops

Die eigenen Muster (Collections) werden daher auch in dem neuen Online Shop auf Magento-Basis besonders hervorgehoben. So kann der Anwender direkt auf der Startseite nicht nur bestimmte Produkte, sondern auch ein Farbmuster auswählen, zu dem dann alle verfügbaren Artikel angezeigt werden. Auch bei der Auswahl eines einzelnen Produktes bleiben die Muster nicht unbeachtet, sondern auch hier werden dazu  passende Artikel mit dem gleichen Muster in einem Slider angezeigt. Gefällt dem Kunden ein Muster sehr gut, kann er sich auch gleich die komplette Kollektion anzeigen lassen.

Des Weiteren wurde die Anbindung eines WordPress Blogs mit dem Flagbit-Feed-Reader ebenso realisiert wie ein Produktlisting mit einem Lückenfüller für Emotion-Images. Damit ist sichergestellt, dass auch bei einer ungeraden Anzahl Produkte keine freien Stellen in der Liste angezeigt werden.

Allen Worthington von der Trend Distribution AG zeigt sich begeistert von der Umsetzung durch Flagbit: „Unsere anspruchsvollen Wünsche für diesen interessanten und außergewöhnlichen Shop wurden hervorragend umgesetzt. Es war uns wichtig, dass die vielfältigen Kollektionen aus der HADAKI Produktpalette von Handtaschen, Totes über Portemonnaies, Laptop- und Reisetaschen zu anderen Accessoires im neuen Online Store für die Schweiz gut zur Geltung kommen. Dies ist uns dank der guten Zusammenarbeit mit Ground15 und Flagbit auch sichtbar gelungen“.

Wir wünschen der Trend Distribution AG sowie dem HADAKI Online Store viel Erfolg und freuen uns auch in der Zukunft auf die weitere Zusammenarbeit und spannende Projekte.

QTTabBar: Mehr Funktionen für den Windows Explorer

Wenn man sieht wie sich die Dateimanager anderer Systeme gegenüber dem Windows Explorer entwickelt haben, so frage ich mich doch immer wieder warum es von Microsoft versäumt wurde seinen eigenen Dateimanager um so etwas einfaches wie Reiter zu erweitern. Um so besser ist das es immer noch genug Do-It-Yourself Programmierer gibt, die sich den fehlenden Funktionalitäten annehmen wie bei dem Projekt QTTabBar. Von den vielen Möglichkeiten, die diese Erweiterung bietet, möchte ich aber nicht die Reiter hervorheben sondern eine Funktion, die vielleicht der eine oder andere Entwickler nützlich findet: Das Ausführen eigener Programme bzw. Scripte.

Was an und für sich nicht spektakulär klingt ist in der Bedienung eine schöne Vereinfachung für die tägliche Arbeit mit dem Windows Explorer. Direkt über den Application-Button von QTTabBar lassen sich so die eigenen Scripte im aktuellen Verzeichnis ausführen und per Markierung die notwendigen Dateien und Verzeichnisse als Parameter übergeben. Ich habe diese Funktionalität bei der Ausführung von selbst erstellten Codesniffer-Regeln eingesetzt um die doch immer noch sehr unbequeme Windows-Eingabeaufforderung zu umgehen.

QTTabBar aktivieren

QTTabBar aktivieren

Die zur Zeit aktuellste Version, 1.5.0.0 Beta, ist die einzige Version die unter Windows 7 funktioniert. Die Beta-Version läuft auf meinem Rechner stabil und zeigte keinerlei Probleme in der Performance. Nachdem ich die Installation durchgeführt hatte, musste ich mich unter Windows neu anmelden, damit die neuen Funktionen in den Windows Explorer geladen werden. Sollten danach noch immer nicht die Reiter oder Buttons von QTTabBar sichtbar sein, muss man noch unter Ansicht -> Symbolleisten beides aktivieren.

Einrichtung von eigenen Scripts oder Programmen

Einrichtung eines Programmaufrufs in QTTabBar

Einrichtung eines Programmaufrufs in QTTabBar

Um einen eigenen Programmaufruf in den Applicationbereich zu speichern ruft man per Rechtsklick auf die QTTabBar-Leiste unter Options die Einstellungen auf und wählt dort den Reiter Applications. Mit einem Klick auf den Plus-Button erstellt man einen neuen Eintrag und gibt diesem einen Namen. Im unteren Teil befinden sich die Felder für die Pfadangaben zum aufzurufenden Programm, dessen zu verwendeten Parametern und das Arbeitsverzeichnis. In meinem Beispiel kann man in der Abbildung meinen Codesniffer-Aufruf erkennen. Bei den Parametern bietet QTTabBar Platzhalter an, die man aus einer vorgegeben Auswahl selektieren und in die Parameter einfügen kann. Mit %f% wird z.B. eine markierte Datei zusammen mit dem dazugehörigen Pfad eingefügt. Bei Bedarf gibt es noch die Möglichkeit dem Programmaufruf eine Tastenkombination zuzuordnen. In meinem Beispiel brauche ich im Windows Explorer nur eine PHP Datei markieren und mit der Tastenkombination Ctrl+ALT+E prüfe ich diese mit Codesniffer auf ihren Inhalt. Alternativ reicht auch ein Klick auf das Windowssymbol in der QTTabBar-Leiste und wählt dort den gewünschten Programmaufruf aus.

Die Möglichkeiten wie man dieses Feature einsetzt sind zahlreich und reichen von einem schnelleren Weg die Windows-Eingabeaufforderung für das aktuelle Verzeichnis zu öffnen bis hin zur Nutzung eines Compilers. Einen Wermutstropfen hat QTTabBar allerdings: Die Entwicklung wurde vor kurzem eingestellt. Laut den Angaben auf der Homepage ist jedoch ein Fork geplant, der unter einem neuen Namen laufen soll.

Wie findet ihr die Möglichkeiten von QTTabBar? Mich würden eure Meinungen zu der Erweiterung des Windows Explorers interessieren.

MySQL-Tabellen mit mk-archiver archivieren

MaatkitWenn man temporäre Logdaten in eine Datenbank schreibt, muss man sich früher oder später damit beschäftigen, wie man die auch wieder effizient herausbekommt. Im Normalfall will man die Daten auch nicht einfach löschen, sondern verschieben um später wieder darauf zugreifen zu können.

Mit mk-archiver bietet Maatkit dafür genau das richtige Werkzeug. Damit kann man Daten aus einer MySQL-Tabelle in eine Datei oder eine andere Tabelle exportieren. Die Zieltabelle muss dabei weder in der gleichen Datenbank noch auf dem gleichen Server sein. Die Exportdatei wird in LOAD-DATA-INFILE-kompatiblen Format erstellt, kann also auch problemlos später wieder in die Datenbank eingelesen werden.

Nachdem ich meine Daten zuerst mal ohne die Angabe eines Charsets exportiert hatte, waren meine Umlaute beim Testimport natürlich kaputt. Nochmal so als Hinweis am Rande: immer prüfen, ob sich ein Backup auch wiederherstellen lässt und nicht zufrieden sein, wenn es erstellt wurde ;) . ALs ich danach den Charset angegeben habe, stellte ich fest, dass es in Maatkit 7202 (ich weiß nicht wie lange davor und danach) leider einen Bug gab, der den Export von UTF-8-Daten in eine Datei verhinderte:

flagbit@testing ~ $ mk-archiver --source h=localhost,D=db_testing,t=log_email --file 'log_email-201102' --where "MONTH(creation_date) = 2 AND YEAR(creation_date) = 2011" --limit 100 --commit-each --ask-pass --charset utf8 -u db_testing_user
Enter password:
Wide character in print at /usr/bin/mk-archiver line 4081, <STDIN> line 1.

Der Export in eine andere Tabelle funktionierte. Nachdem ich den oben bereits verlinkten Thread von Ende Januar gefunden hatte (und 7202 von Mitte Januar ist), habe ich mir mal lokal die neuste Version (7540) heruntergeladen und siehe da: es funktioniert. Für solche Tests ist das --no-delete Flag immer ganz nützlich, weil dann die Daten bei einem fehlgeschlagenen Test nicht weg sind ;)

Wenn man das ganze jetzt noch mit gzip verbindet und in einen monatlichen Cronjob packt, hat man eine schöne, feine, automatische Datenbankbereinigung.

Produktkategorien in Magento sinnvoll sortieren

Ein interessante Aufgabe für Verantwortliche eines Online Shops ist es, die vorhandene Produktvielfalt für den Kunden besonders passend und relevant darzustellen.Während der eine Kunde nach besonders günstigen Angeboten sucht, möchte der nächste lieber neuere Artikel angezeigt bekommen. Eine bekannte Möglichkeit dafür ist eine sinnvolle Einteilung der Artikel in unterschiedliche Produktlisten. Diese können dann von den Kunden nach bestimmten Kriterien sortiert werden.

Sortierfunktion im Hein Gericke Shop mit den bekannten Möglichkeiten

In Magento können verschiedene Sortierfunktionen nach Preis, Name oder Artikelnummer konfiguriert werden, die Kunden bestimmte Anhaltspunkte geben. Doch oftmals ist auch gewünscht, dass bereits bei der Standard-Ansicht einer Kategorie eine sinnvolle Reihenfolge vorherrscht und Shopinhaber auch das ein oder andere Produkt pushen können. Dies ist bisher nur durch eine manuelle Konfiguration im Backend möglich, wo bestimmten Artikeln eine Nummer zugewiesen kann, nach der dann sortiert wird.

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Zend-TwoLevels-Cache speichert Einträge unbegrenzt

Der Zend-TwoLevels-Cache ist an sich eine feine Sache, da er, wie bereits beschrieben, das Schönste aus beiden Cache-Welten vereint. Diese Freude wird jedoch leider immer wieder durch manche Macken des TwoLevels-Caches getrübt.

Die Cache-Priorität wird im TwoLevels-Cache durch eine verkürzte Lebenszeit für niedrig priorisierte Cache-Einträge realisiert:

$fastLifetime = (int) ($lifetime / (11 - $priority));

Der Standardwert für die Priorität ist 8, was dazu führt, das alle Einträge standardmäßig im schnellen Cache nur mit einem Drittel der ursprünglichen Lebenszeit gespeichert werden. Damit würde der schnelle Cache nur ein Drittel der Zeit zur Verfügung stehen, danach würden alle Anfragen aus dem langsamen Cache beantwortet, bis auch dieser abgelaufen wäre und dann würde der ganze Cache neu geschrieben und das Spiel ginge von vorne los. Um diesem Problem zu begegnen und um häufig verwendete Cache-Einträge auch weiter im schnellen Cache zu halten, gibt es die Option auto_refresh_fast_cache. Ist diese aktiviert, was in der Standard-Konfiguration der Fall ist, wird der Eintrag im schnellen Cache bei jedem load() neu geschrieben, was fast immer zu masssiven Performance-Einbußen führt. Daher ist in diesem Fall Setzen der Priorität auf 10 für alle Einträge, wie von Fabrizio beschrieben die beste Lösung. Dadurch wird bei diesen Einträgen weder die Lebenszeit verkürzt noch werden die Einträge neu geschrieben.

Ein weiteres Problem tritt auf, wenn bei der Berechnung der $fastLifetime durch abrunden als Ergebnis eine 0 herauskommt. Denn dann wird der Eintrag (zumindest bei APC, Memcached und XCache) für immer im Cache gespeichert. Ich habe dazu bei ZendFramework ein Issue eröffnet. Der Patch dazu verhindert zumindest das Anlegen von unbegrenzt gültigen Einträgen.

Meiner Meinung nach sollte es für die automatische Aktualisierung - genau wie für den automatic_cleaning_factor - eine Option geben, mit der man die Häufigkeit steuern kann. Ich kann mir, außer zu Testzwecken, kein Szenario vorstellen, wo man bei jeder Leseoperation auch eine Schreiboperation erzwingen möchte. Sinnvoller wäre hier diesen Parameter analog zum automatic_cleaning_factor mit der Trefferfrequenz auf den Cache zu justieren. Oder den Cache erst beim Unterschreiten eines Schwellenwerts der Lebenszeit neu zu schreiben. Oder die Einträge einfach ablaufen lassen und erst neu schreiben, wenn sie zum ersten Mal aus dem langsamen Cache gelesen wurden. Mit der letzten Lösung hätte man auf jeden Fall am wenigsten unnötige Schreibzugriffe, aber dafür immer mindestens einen Lesezugriff auf den langsamen Cache.

Nachtrag:
Hier noch die ZendFramework-Issues zu auto_refresh_fast_cache und dem Prioritäten- / Lifetimeproblem.

Update 18.07.2011:
Der Patch wurde mit kleinen Anpassungen angenommen und sollte in der nächsten 1.11-Version enthalten sein.

HbbTV – neue Kunden auf altem Kanal

Seit der Etablierung des Internets geht auch eine sukzessive Verknüpfung aller Medienbereiche vonstatten. Das Netz wirkt seit seiner Gründung sehr dominant auf die klassischen Bereiche ein. War bisher vor allem der Print-Markt davon betroffen, der den Werbe- und vor allem den Anzeigenmarkt schon vor einigen Jahren zu großen Teilen an den digitalen Konkurrenten verlor, steht derzeit die Verknüpfung von Fernsehen und Internet im Fokus. Unter Hybrid-TV versteht man Systeme, bei dem sich Netz-Inhalte in das normale Fernsehprogramm integrieren lassen. Mit HbbTV (Hybrid Broadcast Broadband TV) steht dabei mittlerweile ein Standard zur Verfügung, auf den sich Gerätehersteller, Sender und Softwareanbieter geeinigt haben.

Hbbtv-Logo

HbbTv-Logo

Der Vorteil liegt nicht nur in einem von allen Seiten vorangetriebenen standardisierten Verfahren (nachdem zuvor wieder einmal jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kochte), sondern vor allem an den neuen Features, die mit HbbTV ermöglicht werden. Dabei ist es nicht nur möglich, mit dem Fernsehgerät das Internet aufzurufen, wie das schon bei genügend anderen Geräten zuvor möglich war, sondern die Inhalte werden speziell aufeinander abgestimmt. Mit dem sogenannten „Red-Button“ können sich die Zuschauer mit einem einzigen Knopfdruck umfangreiche Informationsmöglichkeiten parallel zu ihrem Fernsehprogramm einblenden lassen. Der gute, alte Teletext sollte damit endgültig der Vergangenheit angehören. Die Integration von HTML auf das TV-Gerät ermöglicht eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. So kann das Fernsehbild verkleinert in der Darstellung einer Website abgebildet werden und ein Umschalten von HTML-Inhalten direkt in das Programm ist ebenso möglich wie das transparente Einblenden eines Menüs oder Newstickers während des TV-Genusses.
Für Online-Shops könnte die Technik eine gute Möglichkeit bieten, hohe Conversion-Rates zu erzielen. Es klingt schlüssig, dass Kunden eher dann ein Produkt kaufen, wenn Sie dies unmittelbar und ohne großen Aufwand direkt nach der Kaufanregung durch die TV-Werbung tun können. Mit dem Einrichten spezieller Landingpages können Sie dem Kunden weitere Ablenkung ersparen und direkt zum Kauf führen.

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