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IPC 2011 – Tag 1

Juhu, es ist wieder so weit: Konferenz! :) Nach viel zu frühem Aufstehen (7 Uhr) ging es heute morgen auf nach Mainz zur IPC 2011. Dort konnte ich beweisen, dass die Android-Navigation den nächsten McDonalds besser findet als angebissenes Obst. Zur Rheingoldhalle konten beide Navigationssysteme gleich gut navigieren.

Auf der Konferenz angekommen gab Johannes Schlüter (Oracle) zunächst ein Update bezüglich PHP 5.4. Dabei wurde unter anderem auf Traits, die neue Array-Syntax und den internen PHP-Dev-Webserver eingegangen. Verbunden war das Ganze mit der eindringlichen Aufforderung die Nightly-Builds zu testen um solche Bugs wie in PHP 5.3.7 und andere zu vermeiden. PHP würde zwar von einer Test-Suite getestet, doch “unbeabsichtigte” (sprich: nicht im Sinne der PHP-Entwickler) Verwendungen von Funktionen würden von dieser Test-Suite eben nicht erfasst, was auch zum aktuellen Problem mit der is_a()-Funktion führe.

Anschließend hat Kore Nordmann (Quafoo) “A generic PHP Application Installer” vorgestellt. Bei der Entwicklung des Projekttracking-Tools Arbit stellte sich das Problem der Installation. Da es für dieses Problem derzeit keine generische Lösung gibt, wird derzeit für jede Software ein eigener Installer entwickelt. Da das offensichtlich wenig effizient ist, haben sich die Jungs von Quafoo daran gemacht einen generischen, wiederverwendbaren Installer zu schreiben (svn://arbitracker.org/arbit/projects/installer/trunk). Damit lassen sich Aufgaben sowie optionale und verpflichtende Abhängigkeiten zwischen den Aufgaben definieren, die dann vom Installer in der gewünschten Reihenfolge abgearbeitet werden. Wiederrum als Unterprojekt des Installers entstand daraufhin Phync (svn://arbitracker.org/arbit/projects/phync/trunk), um die Dateien des zu installierenden Pakets an die richtigen Stellen zu kopieren. Phync nutzt dazu die PHP-Stream-Wrapper und ist ebenfalls erweiterbar ausgelegt.

Frisch gestärkt vom Mittagessen stellte André Neubauer (ImmobilienScout24) seine Erfahrungen bei der Einführung von Scrum vor. ImmobilienScout stellte 2008 seine internen Entwicklerteams schrittweise vom Wasserfallmodell auf Scrum um. Nach und nach wurden die ursprünglich reinen Entwicklerteams mit Mitarbeitern aus den Bereichen Qualitätssicherung, Grafik und Anwendungsbetrieb (Operations) verstärkt um eine vertikale Prozessdurchdringung zu erreichen. Wichtig für die Einführung sei neben der Verbindlichkeit (Commitment) und dem Einhalten der Scrum-Regeln die Hinzunahme von externer Hilfe. Zum einen hat ein externer Berater bringt zum einen die Erfahrung als auch einen unbefangenen Blick auf die bestehenden Prozesse und Hemmnisse (Impediments) mit. Inzwischen verfolgt ImmobilienScout eine Null-Bug-Strategie und setzt Scrum auch bei den externen Teams ein. Wobei die Einbindung der Externen aufgrund der räumlichen Entfernung nicht immer einfach ist.

Thementreu ging es danach bei den agilen Methoden mit einem Kanban-Planspiel von it-agile weiter. Das Zusammenspiel der “Analysten”, “Entwicklern” und “Testern” wurde so spielerisch erprobt und von den “Trackern” aufgezeichnet. Die Analysten mussten einfache mathematische Aufgaben zur Berechnung von Punkten im Koordinatensystem lösen. Diese wurden daraufhin von den Entwicklern ins Koorinatensystem auf Papier übertragen und zu Drei- oder Vierecken verbunden. Anschließend kontrollierten die Tester die Rechnungen sowie das Papierergebnis und setzen die Aufgabe bei Übereinstimmung auf “erledigt”. Zusätzlich zu den aus Scrum bekannten Unterscheidungen zwischen “Zu erledigen”, “In Bearbeitung” und “Erledigt” lassen sich mit Kanban auch besser aufeinanderfolgende, abhängige Prozessschritte wie eben Analyse, Entwicklung, Testen und Abnahme besser tracken. Durch die Limitierung der maximal erlaubten Tickets pro Prozessschritt lässt sich außerdem einfach ein starkes Druckmittel auf die anderen Prozessschritte installieren: wird das Limit bei einem Schritt erreicht, darf dieser solange kein neues Ticket ziehen, bis der darauffolgende Schritt erledigt ist. Durch den offensichtlichen Stillstand wird der Druck zur Bearbeitung auf die anderen Schritte erhöht, außerdem kann die freie Kapazität zur Unterstützung von überlasteten Schritten genutzt werden.

Zum Abschluss des heutigen Vortragsprogramms referierte Jordi Boggiano (Nelmio) über “Redis – Your advanced in-memory key-value Store”. Redis ist zunächst ein schneller Key-Value-Store, vergleichbar mit Memcached, speichert die Daten jedoch zusätzlich persistent auf der Festplatte. Außerdem bietet Redis eine Reihe von Features, mit denen Memcached nicht dienen kann. Es erlaubt die Speicherung von verschiedenen Datenmengen wie Sets, Maps und Listen inklusive der entsprechenden Operationen wie pop und push sowie Subskription von Variablen, Master-Slave-Setups, atomare In- und Dekrements und Transaktionen. Für PHP existieren die beiden Module phpredis und phpiredis sowie die Plain-PHP-Implementierung predis.

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Hotel ließen wir den Tag mit einem Abendessen im Alex sowie dem einen oder anderen Getränk im Heiliggeist und Saustallitos ausklingen.

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  1. […] auf Staging oder Production manuell über Jenkins angestoßen werden.Nachdem André Neubauer am Montag bereits über die Einführung von Scrum bei Immobilienscout24 berichtet hatte, waren heute die […]

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